Wenn man unser Dojo betritt, spürt man sofort, dass hier über viele Jahre etwas Besonderes gewachsen ist. Vieles davon geht auf die ruhige, beständige Art von Karlheinz zurück, der uns auf seinem Weg geprägt hat. Mit einem kurzen Gruß, einem Lächeln und einem Schulterklopfer begrüßte er seine Schüler – respektvoll, bodenständig und herzlich zugleich. Seine Art, Menschen individuell zu fördern, wirkt bis heute nach und bildet die Grundlage dafür, was wir jetzt weiterführen dürfen.
In den vergangenen Monaten haben wir intensiv daran gearbeitet, Bushidokai neu aufzubauen und weiterzuführen. Die Ungewissheit war groß: Würden sich genügend Schüler anmelden? Bleiben ehemalige Mitglieder? Kommen neue dazu? Parallel dazu lief die organisatorische Arbeit auf Hochtouren – Mitgliedschaften, Finanzen, Ausstattung, Öffentlichkeitsarbeit und die Gestaltung der Trainingsinhalte. Gleichzeitig haben wir gemeinsam trainiert, geplant und ausprobiert, wie wir unsere Vorstellungen in ein sinnvolles, motivierendes Training übertragen können.
Der Trainingsstart hat uns überwältigt. Die große Zahl an neuen und bekannten Gesichtern, die positive Energie und die Offenheit der Teilnehmer haben gezeigt, dass sich unser Engagement gelohnt hat. Die Trainingseinheiten verbanden Bewährtes mit neuen Impulsen, wurden durch Partnerübungen ergänzt und boten jedem – vom Anfänger bis zum erfahrenen Karateka – die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Besonders schön war die Atmosphäre nach dem offiziellen Abschluss: Gespräche, Lachen, kleine Momente des Sich‑Miteinander‑Freuens – genau das, was Gemeinschaft ausmacht.
Auch die Kindertrainings entwickelten sich schnell zu einem Highlight. Mit spielerischen Elementen, viel Bewegung und ersten technischen Grundlagen gelang es, Neugier und Begeisterung zu wecken. Unsere jungen Karatekas lernten, wie man Körperspannung aufbaut, Haltung entwickelt und mit Freude Neues entdeckt.
Karate lebt von Präsenz, Einsatz und Zusammenhalt.
Manchmal wird einem erst nach einer anstrengenden Woche bewusst, wie viel Kraft darin liegt, gemeinsam etwas aufzubauen. Trotz Krankheiten, Ausfällen und beruflicher Verpflichtungen hat das Team zusammengehalten, improvisiert und die Trainings mit Leidenschaft gestaltet. Die positive Rückmeldung der Teilnehmer und das wachsende Vertrauen in unsere Arbeit zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Heute blicken wir mit Dankbarkeit darauf, dass wir Karlheinz’ Werte weitertragen dürfen: Respekt, Beständigkeit, Gemeinschaft und die bewusste Haltung, die Karate zu mehr macht als nur Sport. Für viele von uns ist Bushidokai eine Art zweite Familie – und wir freuen uns darauf, diesen Weg mit alten und neuen Mitgliedern weiterzugehen.
Osu.